Fünf Dinge, die Sie vor dem Wechsel zur Cloud wissen sollten

Bevor Sie von Ihrem herkömmlichen Rechenzentrum zur Cloud wechseln oder ein neues Rechenzentrum in der Cloud einrichten, sollten Sie zuvor einige Dinge berücksichtigen: Dies sind keine absoluten Hemmnisse, sondern Überlegungen, deren Berücksichtigung Ihnen möglicherweise viele zukünftige Probleme und Umstrukturierungen erspart.

 

  1. Welche Art von Cloud benötigen Sie?

Müssen Sie eine vollständige Cloud-Infrastruktur entwerfen oder benötigen Sie lediglich ein System für die Verwaltung Ihrer Container in der Cloud? Ist Ihr System bereits stark in Azure AD eingebunden? Möchten Sie tatsächlich Verwaltungsaufgaben durchführen oder benötigen Sie lediglich einen Server mit SSH-Verbindung? Dies sind nur einige der Überlegungen zu der Art von Cloud-Plattform die Sie benötigen. Cloud-Lösungen reichen von einfachen SaaS-Anwendungen bis zu äußerst komplexen Umgebungen in AWS/Google Cloud/Azure. Zwischen diesen Extremen gibt es Angebote wie zum Beispiel Heroku. Wählen Sie das richtige Tool für Ihre Anforderungen.

 

  1. Standort, Standort, Standort

Für die Cloud ist der Standort zwar nicht so wesentlich wie im Immobiliengeschäft, jedoch auch von großer Bedeutung. Wenn Sie überwiegend in einer bestimmten geografischen Region tätig sind, sollten Sie die Cloud in der Nähe dieser Region bereitstellen, um die Latenzzeit zu minimieren. Wenn Ihr Unternehmen bereits in einer Region eine AWS Direct Connect-Verbindung (oder eine entsprechende Verbindung) eingerichtet hat, ist es eventuell sinnvoll, diese Premium-Verbindung (die bereits bezahlt wurde) zu nutzen.

 

  1. Netzwerk

Haben Sie bereits irgendwo eine Infrastruktur, die Sie irgendwann mit Ihrer Cloud-Infrastruktur zusammenführen möchten? Wenn dies der Fall ist, sollten Sie Ihren IP-Adressbereich so geplant haben, dass keine Adressbereichskonflikte auftreten. Auch wenn Sie eine reine Cloud-Infrastruktur nutzen, lohnt es sich ein wenig Zeit in die Planung privater und öffentlicher Subnetze sowie ihrer IP-Adressbereiche zu investieren. Das nachträgliche Ändern von Subnetzen ist mühselig und manchmal überhaupt nicht möglich. Vermeiden Sie es, Ihre gesamte Infrastruktur entsorgen und neu erstellen zu müssen.

 

Dies führt uns zum nächsten Thema.

 

  1. Infrastructure as Code

Wenn Sie über eine nagelneue Cloud-Umgebung verfügen, können Sie ruhig ein wenig mit ihr experimentieren. Sie können sogar eine einfache Machbarkeitsstudie durchführen, die Sie später vernichten können (was bisher noch keiner Machbarkeitsstudie widerfahren ist). Wenn Sie jedoch etwas für eine Produktionsumgebung entwerfen, sollten Sie das Konzept von Infrastructure as Code anwenden. So haben Sie einen einfacheren Überblick über die gesamte Konfiguration der Umgebung, können Kopien erstellen und Komponenten in zukünftigen Projekten wiederverwenden. Auch wenn die Umsetzung des Konzepts von Infrastructure as Code arbeitsaufwendig zu sein scheint, sparen Sie damit in der Zukunft viel Zeit.

 

 

 

  1. Können Sie es selbst?

In der Cloud lassen sich viele Aufgaben recht einfach durchführen, aber sie richtig durchzuführen ist nicht einfach.

Wenn Sie zur Cloud migriert sind, verwalten Sie im Grunde ein gesamtes Rechenzentrum selbst. Der Unterschied ist lediglich, dass das Rechenzentrum in der Cloud gehostet wird und keine physischen Aktivitäten, sondern stattdessen Codierung und Automation erfordert. Kennen Sie noch die Aufgaben der Mitarbeiter von Rechenzentren? Sie bestehen weiterhin (außer dem Transportieren von Servern und Festplatten von einem Rack zu einem anderen), aber Sie müssen sich jetzt in allen Details auskennen. Dies ist keine unmögliche Aufgabe, Sie sollten sie jedoch auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Erkennen Sie die Grenzen Ihrer Möglichkeiten, und wählen Sie die Teile der Infrastruktur aus, für die Sie verantwortlich sein möchten. Für die restlichen Aufgaben sollten Sie einen geeigneten Partner suchen, der sie für Sie übernehmen kann.