DPP – Der Digitale Produktpass

Pflicht erfüllen, Wert erschließen

Wir bringen deine Produktdaten in eine Form, die die Nachweispflichten aus ESPR, PPWR und Batterieverordnung trägt – und die danach für Service, Ersatzteile und Kreislaufgeschäft weiterarbeitet. Von der Betroffenheitsprüfung bis zum Go-Live.

Der DPP kommt ohnehin. Die Frage ist, ob er nur ein Nachweis bleibt – oder zur Datenbasis und Kontaktstelle für Service, Ersatzteile und Kreislauf wird.

Warum der DPP jetzt auf die Agenda gehört

Die Nachweispflichten aus ESPR, PPWR und Batterieverordnung rücken näher – die Daten dafür liegen verteilt: in ERP, PLM und MES, in Lieferantenmails und in lokalen Excel-Listen. Wer erst reagiert, wenn eine Anforderung verbindlich wird, baut den Produktpass unter Zeitdruck: als isolierten Nachweis, der Pflege kostet und nichts zurückgibt.

Wer früher startet, hat die Wahl. Dieselben Datenpunkte, die die Regulatorik verlangt, sind die Grundlage für zustandsbasierten Service, Ersatzteilgeschäft und belastbare CO₂-Aussagen. Der Unterschied liegt nicht in den Daten, sondern in der Entscheidung, wofür sie gebaut werden.

Kunden & Markt

  1. Marktzugang hängt am fristgerechten Nachweis
  2. Kunden fragen Transparenz nach, die noch nicht existiert
  3. Umsätze in Service und Ersatzteil bleiben liegen

Wettbewerb & Standards

  1. Standards entstehen, ohne dass die eigene Stimme darin vorkommt
  2. Reagieren statt gestalten – und damit teurer nachziehen
  3. Anschluss an Branchen- und Plattformlösungen offen

Intern & Regulatorik

  1. Pflichtdaten über Systeme und Abteilungen verstreut
  2. Schatten-IT und lokale Listen als Compliance-Risiko
  3. Keine klare Zuständigkeit je Datenobjekt

Was ein Produktpass leisten kann

Mehr als eine Datei mit Pflichtangaben

Der digitale Produktpass ist die digitale Kontaktstelle zu jeder einzelnen Produktinstanz – im Werk, beim Kunden und über jeden Besitzerwechsel hinweg.

  • Pflichtdatensatz & Konformität:
    Konformitätserklärungen, Zertifikate, Schadstoffangaben und Demontagehinweise – versioniert, mit Gültigkeitsdatum und je Instanz nachweisbar.
  • Live-Zustand & Sensorik:
    Messwerte, Betriebszustand und Health-Score der konkreten Instanz statt Stammdaten der Modellreihe.
  • Service, Wartung & Ersatzteile:
    Wartungshistorie, Ferndiagnose und zustandsabhängige Ersatzteil-Empfehlungen direkt am Produkt – ohne Portal-Login.
  • Zirkularität & Restwert:
    Restwert, Tauschprämie, Aufarbeitung, Second Life und Materialkonten als Grundlage für Vertrieb und Einkauf.
  • Nachhaltigkeit & CO₂:
    Product Carbon Footprint je Produkt, Einsparungen im Betrieb und vermiedene Emissionen aus Wiederaufarbeitung.
  • Dokumentation & Kundenschnittstelle:
    Anleitungen, Schmierpläne, Timeline und Benachrichtigungen dort, wo das Produkt gerade steht.

SHOWCASES

So sieht ein Produktpass aus, der sich rechnet

Zwei durchgängig gebaute Beispiele – öffentlicher Produktpass für den Betreiber, Backend für den Hersteller. Scanne den Code oder öffne den Pass im Browser.

Industrieantrieb

Elektromotor

Ein Antrieb im Dauerbetrieb: Zustand, prognostizierte Restlebensdauer und die passenden Verschleißteile – an der einzelnen Maschine, nicht im Katalog.

Produktpass öffnen

Extremeinsatz

Raumanzug

Der Gegenpol: abgerechnet in Einsatzstunden, jede Komponente einzeln nachverfolgt. Zeigt, wie weit ein Produktpass trägt, wenn jede Betriebsstunde zählt.

Produktpass öffnen

Vom Einzelprodukt zur Flotte

Was im Produktpass für eine Maschine steht, steht im Backend für alle: Zustand, Fristen, Restwerte und Nachweise über die gesamte Flotte hinweg. Ein Klick auf eine Instanz öffnet wieder den einzelnen Pass – dann in der internen Sicht.

Herstelleransicht in der Demo ansehen

Ein Pflichtdatensatz, viele Anwendungsfälle

Welchen Mehrwert erzielt der DPP?

  • Gesicherter Marktzugang, ohne den Nachweis jedes Mal neu zusammenzusuchen
  • Ersatzteil- und Serviceumsatz aus zustandsbasierten Empfehlungen
  • Planbare Rückläufe: Restwert, Rückkauf und Aufarbeitung statt Verlust am Lebensende
  • Weniger manuelle Nachweispflege durch Massen-Updates und ein prüffähiges Audit-Log
  • Belastbare CO₂-Aussagen aus einem automatisierten PCF statt aus Einzelrechnungen
  • Direkter Kanal zum Betreiber – auch beim Zweit- und Drittbesitzer

Typische Einsatzszenarien

  • Antriebe, Maschinen und Anlagen mit langer Nutzungsdauer
  • Batterien und batteriebetriebene Produkte
  • Verpackungen und Verbundmaterialien
  • Textilien und Bekleidung
  • Ersatzteil- und After-Sales-Geschäft
  • Vermietung, Leasing und nutzungsbasierte Modelle

Für wen das Angebot passt

  • Hersteller mit Eigenfertigung, die Erzeugung, Bereitstellung und Pflege selbst tragen
  • Importeure und Inverkehrbringer, die für Produkte aus Drittstaaten einstehen
  • Händler, die auf die Pässe ihrer Lieferanten angewiesen sind
  • Teams aus Produktmanagement, Qualität, IT und Nachhaltigkeit, die den DPP gemeinsam verantworten

Von der Betroffenheitsprüfung bis zum Rollout

Drei Phasen, jede mit einem eigenen Ergebnis. Nach jeder Phase entscheidest du, ob und wie es weitergeht.

Der Weg zum digitalen Produktpass

01 DPP Workshop

Betroffenheits- und Portfolio-Check, Requirements-Kaskade am Fokusprodukt und eine erste Werthypothese.

  • Lückenübersicht in Daten, Systemen und Zuständigkeiten
  • Entscheidungsvorlage für das Management

1 Tag · on-site oder remote · Fixpreis

02 DPP Assessment

Vollständige Requirements-Kaskade über die relevanten Produktgruppen und eine belastbare Ist-Analyse von Daten, Systemen, Prozessen und Rollen.

  • Bewertete Lösungsoptionen je Lücke
  • Fachkonzept, Zielarchitektur und Anbieterempfehlung

Scope auf Basis von Phase 1

03 Umsetzung & Skalierung

Anbindung der Quellsysteme, im Regelbetrieb verankerte Governance und Go-Live des Produktpasses.

  • Rollout auf weitere Linien, Werke und Produktfamilien
  • Betrieb, Support und Weiterentwicklung

Route und Scope nach dem Assessment

Zwei Routen, eine Entscheidung

Die Route wählst du am Ende des Assessments, nicht am Anfang.

  1. Track Compliance
    Sichert die reine Marktfähigkeit – die License to Operate. Pflichtdatensatz, Nachweise, Fristen.
  2. Track Value
    Ergänzt Werthebel, Geschäftsmodell und Business Case, damit aus dem Pflichtdatensatz ein Werkzeug für Umsatz und Effizienz wird.

Wie tief wir einsteigen, entscheidest du

Fachliche Begleitung

Regulatorik, Requirements und Fachkonzept. Die technische Umsetzung bleibt bei euch oder beim Software-Provider.

Gemeinsame Umsetzung

Wir bauen, was Nähe zu deinen Daten und Prozessen braucht. Die Plattform kommt vom Software-Provider.

Vollständige Umsetzung

Konzeption, Entwicklung und Betrieb aus einer Hand: Produktpass für den Kunden, Backend für den Hersteller.

Unser Leistungsumfang

In allen drei Modellen

Drei Modelle auf derselben Grundlage:

  • Prozess- & Datenassessment
  • Projektleitung und PMO
  • Generierung fehlender Datenpunkte, z. B. ein stark automatisierter PCF
  • Training & Change Enablement

Wir übernehmen so viel von der Umsetzung, wie in deiner Organisation sinnvoll ist.

Einstieg: der DPP Workshop

Ein Tag, ein Fokusprodukt, eine Entscheidungsvorlage – zum Fixpreis, on-site oder remote.

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Simon Leitl

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