Blog 27.3.2026

Along the Way – Drei Monate danach

Gofore Crew

Veränderung lässt sich selten in einem klaren Anfang und ein klares Ende einteilen. Gerade bei einem Firmenzusammenschluss entsteht eine Phase, die schwer zu greifen ist, nicht mehr das Alte, aber auch noch nicht das Neue.

Mit der Serie „Along the Way“ wollen wir genau diese Phase sichtbar machen. Nicht als abgeschlossene Geschichte, sondern als fortlaufenden Prozess in der Firmenzusammenführung von Gofore und esentri und zwar aus der Perspektive von Menschen, die ihn gerade erleben.

Drei Monate nach der Ankündigung sprechen wir mit Ana (Gofore) und Philipp (esentri). Beide begleiten den Integrationsprozess nicht nur in ihrem Arbeitsalltag, sondern auch aktiv als Teil des Integration Monitoring Teams. Dieses Team wurde bewusst geschaffen, um den Zusammenschluss aus Mitarbeitendenperspektive zu begleiten: als Feedbackgeber, als Stimmungsbild und als Verbindung zwischen Organisation und Teams. Es geht nicht darum, Entscheidungen zu treffen, sondern darum, wahrzunehmen, wie sie ankommen.

Dieses Gespräch ist der erste von mehreren Einblicken. Über das Jahr hinweg werden wir in regelmäßigen Abständen mit beiden sprechen und so sichtbar machen, wie sich Integration im Zeitverlauf verändert.

Zwei Perspektiven auf denselben Moment

Die Nachricht vom Zusammenschluss kam für beide unerwartet, wurde aber unterschiedlich eingeordnet.

Ana beschreibt ihre erste Reaktion als neugierig und offen. Die strategische Ausrichtung von Gofore, auch durch Firmenakquisitionen zu wachsen, war ihr vertraut. Die konkrete Ankündigung kam zwar überraschend, fühlte sich für sie aber schnell wie ein logischer nächster Schritt an.

Philipp hingegen erinnert sich an einen sehr konkreten Moment: Ein Familienbesuch, ein Blick aufs Handy und dann die Nachricht auf LinkedIn. Zunächst ein Schock, gefolgt von einem schnellen Umschalten.

„Nach dem ersten Moment dachte ich: Die kenne ich doch – und dann wurde daraus ziemlich schnell: Da habe ich richtig Lust drauf.“

Was beide verbindet ist, dass die eigentlichen Fragen erst nach der ersten Reaktion aufkamen.

Neugier und die Frage nach dem eigenen Platz

Mit der anfänglichen Offenheit kam schnell die Auseinandersetzung mit dem, was sich verändern könnte.

Für Ana ist diese Frage eng mit ihrer eigenen Geschichte bei Gofore verbunden. Über mehrere Jahre hat sie das Unternehmen mitentwickelt und damit auch eine klare Vorstellung davon, wie Zusammenarbeit funktioniert.

Die Integration wirft deshalb ganz konkrete Fragen auf: Wie viel bleibt? Was verändert sich? Und wo finde ich mich selbst darin wieder?

Auch bei esentri zeigt sich, dass Integration nicht nur strategisch, sondern vor allem im Alltag spürbar wird. Philipp beschreibt, dass er sich persönlich relativ sicher fühlt, gleichzeitig aber wahrnimmt, wie unterschiedlich die Situation im Umfeld erlebt wird, insbesondere dort, wo Entscheidungen konkrete Auswirkungen auf Rollen und Teams haben.

Erste Begegnungen: Vertraut, aber nicht selbstverständlich

Die ersten Kontakte zwischen den beiden Organisationen entstanden schnell.

In München sind beide Teams schnell zusammengewachsen und die Zusammenarbeit an einem Standort begann. Auch in Ettlingen wurden Gespräche fortgesetzt, gegenseitige Besuche fanden statt und beide beschreiben diese ersten Begegnungen als überraschend vertraut.

Es gibt viele Gemeinsamkeiten – in der Art zu arbeiten, in der Kommunikation, in den Strukturen und vor allem in unseren kulturellen Werten.

Und trotzdem bleibt ein Unterschied: Vertrautheit bedeutet nicht automatisch Klarheit.

Die aktuelle Phase: Zwischen Bewegung und „Stillstand

Nach drei Monaten lässt sich die Integration schwer in klare Begriffe fassen.

Es gibt Bewegung, aber nicht immer sichtbar. Es gibt Austausch, aber noch nicht überall Zusammenarbeit. Und es gibt viele Gespräche, aber noch nicht alle Antworten. Ana beschreibt diese Phase als eine Mischung aus Neugier und Ungeduld. Das Gefühl, dass etwas im Entstehen ist, aber noch nicht greifbar.

„Am liebsten würde ich diesen Moment überspringen und direkt mit der Umsetzung anfangen.“

Auch Philipp spricht von einem Moment des Wartens. Viele erwarten den nächsten größeren Schritt, insbesondere dann, wenn neue Strukturen sichtbar werden und Orientierung geben. Diese Gleichzeitigkeit aus Aktivität und einer gewissen Unklarheit prägt den Alltag im Moment.

Besonders deutlich wird im Gespräch, dass beide von ähnlichen Fragen ausgehen, auch wenn sie unterschiedliche Aspekte stärker in den Fokus rücken. Im Kern treibt beide dieselbe Frage um: Wie verändern sich Rollen, Verantwortlichkeiten, Kolleg:innen und People Leads durch eine neue Organisationsstruktur?

Für Philipp rückt dabei zusätzlich in den Fokus, welche Entwicklungsmöglichkeiten sich aus der neuen Organisationsstruktur ergeben.

Dazwischen

Vielleicht lässt sich dieser Moment am besten so beschreiben: Noch ist nicht alles zusammengewachsen, aber vieles hat sich bereits in Bewegung gesetzt.

Die Integration ist nicht abgeschlossen und sie ist auch noch nicht wirklich im Arbeitsalltag angekommen, aber es ist spürbar das sich Dinge bewegen.

Sie ist gerade genau das: Dazwischen.


Du möchtest mehr über die Hintergründe der Firmenakquisition erfahren?
Dann schau gerne hier vorbei:

Gofore Crew

Ana Bugmann

Lead IT Consultant

Ana ist als Lead IT Consultant bei Gofore in internationalen Transformationsprojekten tätig. Sie verbindet strukturiertes Vorgehen mit einem klaren Fokus auf Zusammenarbeit und Ergebnisorientierung. Mit ihrem Hintergrund in Design und Digitalisierung unterstützt sie Teams dabei, komplexe Anforderungen zu strukturieren und in konkrete, umsetzbare Lösungen zu überführen. Ihr Fokus liegt darauf, Klarheit zu schaffen, Prioritäten zu setzen und Projekte zielgerichtet voranzubringen. Dabei arbeitet sie eng mit Teams und Stakeholdern zusammen, um Lösungen zu entwickeln, die nicht nur konzipiert, sondern auch nachhaltig umgesetzt werden

Philipp Holz

Senior Consultant Cloud Platforms

Philipp ist als Senior Consultant Cloud Platforms bei esentri AG (Teil von Gofore) tätig und unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung moderner Cloud-Plattformen und nachhaltiger Softwarearchitekturen. Er verbindet fundierte Erfahrung aus Softwareentwicklung, Architektur und agilem Arbeiten mit einem klaren Blick für zukunftsfähige Lösungen.

Sein Fokus liegt darauf, technisch überzeugende und langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln, die Teams im Alltag spürbar weiterbringen. Dabei setzt er auf Klarheit, Qualität und eine pragmatische Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

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