Karrierewege verlaufen nicht immer geradlinig. Manchmal entstehen die größten Entwicklungsschritte genau dort, wo sie ursprünglich nie geplant waren.
Susannes berufliche Laufbahn begann in der Medizin. Viele Jahre arbeitete sie in einer Augentagesklinik – in einem Umfeld, das Präzision, Struktur und Verantwortungsbewusstsein erforderte. Nach einer längeren Familienphase stellte sich für sie die Frage nach dem beruflichen Wiedereinstieg.
Was zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar war: Dieser Schritt sollte langfristig den Weg in eine völlig neue Branche ebnen.
Ein neuer Einstieg – und erste Berührungspunkte mit der IT
Der Wiedereinstieg führte Susanne zunächst in die Rolle als Project Management Office im Jahr 2013. Die Position bot eine gute Vereinbarkeit mit dem Familienleben und eröffnete gleichzeitig Einblicke in Projektstrukturen und organisatorische Abläufe.
Im Umfeld der Qualitätssicherung in der Automobilbranche kam sie erstmals intensiver mit IT, Testing und Testmanagement in Berührung. Die Analyse komplexer Systeme, das strukturierte Vorgehen bei Fehlerbildern und das Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen weckten ihr Interesse.
„Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in der IT arbeiten würde. Medizin und IT wirkten für mich lange wie zwei völlig unterschiedliche Welten.“
Doch je tiefer sie sich in die Themen einarbeitete, desto klarer wurde ihr, dass viele ihrer bisherigen Kompetenzen wie analytisches Denken, Genauigkeit und Organisationstalent, auch in der IT von großem Wert sind.
Der mutige Schritt: Mit 40 in eine neue Branche
Im Alter von 40 Jahren traf Susanne schließlich eine bewusste Entscheidung: den vollständigen Wechsel in die IT. Der Einstieg erfolgte 2018 als Tester in einem klassischen Projektumfeld. Die Lernkurve war anspruchsvoll, und der Wechsel brachte auch Unsicherheiten mit sich.
„Natürlich hatte ich Zweifel. Ich habe mich gefragt, ob ich ohne klassischen IT-Hintergrund ein Projekt verantworten kann.“
Doch Susanne entwickelte sich konsequent weiter. Sie arbeitete sich tief in technische Zusammenhänge ein und übernahm früh zusätzliche Verantwortung – unter anderem als Vertretung der Testmanagerin.
2021 absolvierte sie ihre Testmanagement-Zertifizierung und entwickelte sich weiter in die Rolle der Testmanagerin.
Verantwortung übernehmen und Expertise aufbauen
In mehreren Projekten war Susanne anschließend als Testmanagerin tätig und verantwortete die Planung, Steuerung und Qualitätssicherung komplexer Testprozesse.
Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt heute auf strukturierten Prozessen, professionellem Testmanagement und einer teamorientierten Zusammenarbeit. Sie versteht es, unterschiedliche Perspektiven zu verbinden und nachhaltige, lösungsorientierte Arbeitsweisen zu etablieren.
Kolleginnen und Kollegen schätzen besonders ihre strukturierte Arbeitsweise, ihre fachliche Klarheit und ihre Fähigkeit, Teams in anspruchsvollen Projektsituationen zu unterstützen.
Die Bedeutung von Vorbildern und Unterstützung
Ein entscheidender Wendepunkt auf diesem Weg war eine Mentorin – selbst Testmanagerin und ebenfalls Quereinsteigerin. Sie unterstützte Susanne fachlich wie persönlich, teilte ihr Wissen offen und vermittelte Sicherheit in einer Phase des Umbruchs.
Gerade im Kontext des Weltfrauentags zeigt sich hier, wie wichtig weibliche Vorbilder und gegenseitige Unterstützung in der Tech-Branche sind. Entwicklung entsteht dort, wo Wissen geteilt und Vertrauen gestärkt wird.
Heute bringt Susanne diese Haltung selbst in ihre Projekte ein und begleitet Kolleginnen und Kollegen auf ihrem eigenen Entwicklungsweg.
Entwicklung bei Gofore: Raum für neue Themen
Aktuell arbeitet Susanne bei Gofore – einem Unternehmen, das ihr eine Plattform für weiteres Wachstum bietet. Die Unternehmenskultur ist geprägt von Offenheit, gegenseitiger Unterstützung und Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Als Frau in der Tech-Branche erlebt sie hier Gleichwertigkeit und ein Umfeld, in dem Entwicklung aktiv gefördert wird.
Gofore ermöglicht es ihr, Verantwortung zu übernehmen, neue Themen wie Artificial Intelligence im Testing voranzutreiben und ihre Expertise kontinuierlich auszubauen.
Susannes Weg zeigt eindrucksvoll: Ein später Karrierewechsel ist kein Risiko, sondern eine Chance. Nicht ein geradliniger Lebenslauf entscheidet, sondern Lernbereitschaft, Engagement und der Mut, neue Wege zu gehen.
Gerade in einer Branche wie der IT entstehen neue Perspektiven oft genau dort, wo Menschen den Mut haben, ihre bisherigen Erfahrungen mit neuen Themen zu verbinden.
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