Das Legal Register Centre (Oikeusrekisterikeskus) hat mithilfe von Service Design neue Wege zur Entwicklung digitaler Dienste gefunden. Von den drei gemeinsam mit Gofore ausgearbeiteten Konzepten ist eines bereits im Einsatz, ein weiteres befindet sich in der Entwicklung, und für das dritte wird derzeit nach Finanzierung gesucht.
„Wir kümmern uns unter anderem um die Entwicklung und Wartung der wichtigsten Register und Informationssysteme des Justizministeriums. Die von uns entwickelten Dienste müssen einem echten Bedarf entsprechen und den Alltag sowohl von Behördenvertreterinnen und -vertretern aus unterschiedlichen Verwaltungsbereichen als auch von Kund:innen erleichtern, die sich häufig in schwierigen Situationen befinden“, sagt Mika Kanervisto, Systemmanager beim Legal Register Centre.
Kanervisto zufolge zeigt der Fortschritt, der mit Anforderungslisten und Spezifikationen in herkömmlichen Systemprojekten erzielt wird, nicht deutlich genug, ob tatsächlich ein Bedarf für einen zu entwickelnden Dienst besteht oder wie der Dienst aussehen sollte, damit er die wichtigsten Zwecke erfüllt.
„Herkömmliche Vorgehensweisen lassen zu vieles offen für Interpretationen. Wir wollten einen völlig neuen Ansatz für die Serviceentwicklung finden und mögliche Investitionsentscheidungen oder Förderanträge auf gut ausgearbeitete und getestete Konzepte stützen.“
Als Arbeitsmethode wurde Service Design gewählt, ein Ansatz, den Kanervisto heute für die einzig angemessene Methode hält, um von einer Idee zu einem ausgereiften Konzept zu gelangen.
„Ich kannte Service Design grundsätzlich bereits. Die Art und Weise, wie Gofore es einsetzt, hat mich jedoch wirklich überrascht. Im Verlauf der Arbeit verbanden sich übergreifende Themen auf einzigartige Weise mit konkreten Faktoren. Wir prüfen derzeit, wie daraus für uns ein organisationsweites Modell der Serviceentwicklung werden könnte.“